Bei Sepp: Lieder, so deutsch wie der Wilde Westen

Berlin WeißenseeDass Karl May (1842-1912) nie einen Fuß in den Wilden Westen setzte, ist hinlänglich bekannt. Seine wilde Jugend dagegen kaum: Armut, Blindheit, von Teufeln und Gendarmen gejagt, sieben Jahre Knast … Mays Biografie liest sich wie ein Märchen. Und seine Werke als Liederkomponist dürften ebenso überraschen wie die Tatsache, daß es zu seiner Zeit in Nordamerika wahrhaftig deutschsprachige Countrymusik gab: Spirituals, Volks- und Kinderlieder mitten aus dem realen (Farm-)Alltag der Neuen Welt. Vieles davon im charakteristischen Gemisch süddeutscher Dialekte, dem “Pennsylvania Dutch”. Liedermacher Holger Saarmann (Preisträger bei “Songs an einem Sommerabend 2007”) und die Berliner Folkmusikerin Vivien Zeller (u.a. Geigerin bei Malbrook & Kwart) bieten im Duo einen bunten, höchst unterhaltsamen Lieder- und Lese-Abend voller erstaunlicher (Wieder-)Entdeckungen. Vorurteile gegenüber Countrymusik können den Überraschungseffekt steigern.

Ort und Zeit

Vivien Zeller & Holger Saarmann: Lieder, so deutsch wie der Wilde Westen
2. Dezember 2016
ab 20 Uhr

Sepp Maiers 2raumwohnung
Langhansstr. 19
13086 Berlin

 

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Projekt „Pimp your Weißensee“: Gründerzeit 2.0

Heute wendet sich das Frollein mit einer Bitte an euch. Sicher kennt ihr schon das Projekt „Aber Hallo, Weißensee“, das in diesem Jahr den ersten „Stadtplan für Entdecker“ präsentierte. Ihr findet den hübschen Plan in vielen Geschäften in und um Weißensee, schaut hier selbst.  Nun plant das Team einen neuen Streich.

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Micha Koch präsentiert: Workshop für Experimentalfilm

Vom 1. bis 3. Dezember kann man im Studio Kunst+Kommunikation in der culturLAWINE einen Workshop mit der Berliner Künstlerin Susi Sie besuchen. Spannend! Mehr Infos gibt es von Micha Koch.

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Bei Sepp: Die Drei Spatzen sind in the house

„In einem leeren Haselstrauch, da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch…
sie haben die Augen zu, ganz zu, und obendrüber, da schneit es, hu!…“
(Chr. Morgenstern)

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Brotfabrik im Oktober: Denk ich an Deutschland in der Nacht

„Denk ich an Deutschland in der Nacht“ ist eine satirische Komödie, die von Geflüchteten, Migrant_innen und Profischauspieler_innen vom interkulturellen Theater Freiburg e.V. gemeinsam entwickelt und gespielt wird.

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Bei Sepp: Refugees in Concert

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Bei Sepp: Auf den Spuren von Molly Drake

Zola Mennenöh und Johannes von Ballestrem sind zu Besuch in Sepp Maiers 2raumwohnung. Mit Stimme und Klavier begeben sie sich auf die Spuren von Molly Drake. Klingt etwas ätherisch, ist aber federleicht.

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25. September: Piratenparty im Frei-Zeit-Haus

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Wahlen 2016: #FROLLEINFRAGT Fazit

Nun ist es am kommenden Sonntag soweit und wir dürfen an die Wahlurnen treten. Hier möchte ich kurz etwas zu dem Hintergrund dieser Aktion schreiben und meine persönlichen Gewinner und Verlierer präsentieren.

#FROLLEINFRAGT die Kandidaten

Clara West – SPD

Michail Nelken – Die Linke

David Paul – CDU

Jan Schrecker – Piraten

Daniela Billig – Die Grünen

Olaf Busch – AfD

Michael Mittelbach – Piraten

Sophie Regel – FDP

Dirk Stettner – CDU

Florian Swyter – FDP

Manja Schreiner – CDU

Stefanie Remlinger – Die Grünen

Dennis Buchner – SPD

Die Idee

Nachdem ich mit Frau West in Kontakt getreten bin, weil sie so schön dazu aufrief, ihr Fragen zu stellen, wollte ich fair sein und alle Kandidaten dieser Wahl befragen. Also suchte ich mir die wichtigen Wahlkreise heraus (ich beschränkte mich auf den Ortsteil Weißensee, ohne Blankenburg und Anhang) und schrieb alle direkten Wahlkreis-Kandidaten an. Die obige Liste fasst diejenigen zusammen, die sich zurückmeldeten. Ich habe auch alle Afd-Kandidaten angefragt. Wir leben in einem freien Land (auch wenn die AfD das anders sieht) und wer sich der Wahl stellt, der darf sich auch vorstellen.

Die Umsetzung

Ich habe allen Kandidaten dieselben fünf Fragen gestellt. Die Auswahl der Fragen war sehr subjektiv, es sind Themen die mich beschäftigen. Im Nachhinein ärgere ich mich sehr, keine Fragen zur Flüchtlingsproblematik gestellt zu haben. Leider habe ich mich auch sehr spät zu diesem Projekt entschlossen. Bei der nächsten Wahl werde ich das strukturierter angehen. Außerdem möchte ich betonen, dass alle Antworten ohne Korrekturen übernommen wurden. Wahlkandidaten haben wenig Zeit, Mütter auch – ich wollte mir die Arbeit ersparen. Interessant ist, dass auch die Form und Art der Antworten, etwas über den Kandidaten verraten.

Das Fazit

Nun möchte ich ganz wahnsinnig subjektiv mitteilen, was ich aus diesem Fragespiel mitnehme.

Weißer See! Nicht Weißensee! Nicht Weißenseer See!

Come on! Wer sich in Weißensee zum Kandidaten aufstellen lässt, der sollte wissen, wie der verdammte See heißt! Nahezu kein Kandidat scheint sich darüber im Klaren zu sein, dass der Stadtteil nach dem See, dem Weißen See, benannt ist. So, das eliminiert schon einmal einen ganzen Haufen Kandidaten von der Wahlliste. Das geht gar nicht.

Alles ein Abwasch

Wir haben eine ganze Menge Parteien in Deutschland und jeder will ganz vorne dabei sein. Wer sich nun die Antworten auf die fünf Fragen anschaut, der wird sehen, dass alle – zumindest in den Grundzügen und die AfD ausgeklammert – dasselbe wollen und nahezu dieselbe Strategie fahren. Da fällt mir das mit dem Sack und dem Knüppel ein. Eigentlich scheint es egal zu sein, wo wir das Kreuzchen machen. Aber was sollen sie zu der Zukunft der Berliner Allee auch sagen? In diesen Tagen eröffnet der etwa 18. Friseur auf der Allee – direkt neben und gegenüber eines Friseurs. Ich möchte erleben, dass es ein Kandidat schafft, dass wieder interessante und vielfältige Geschäfte auf der Allee zu finden sind. Herr Schöpf und Frau West waren bei bei meiner Friseurin zu Besuch und haben es versprochen. Ich bin ein Freund von Ehrlichkeit und Versprechen, die man tatsächlich halten will. Wie die Kandidaten die Vermieter auf der Allee dazu bekommen möchten, an Gewerbetreibende zu vermieten, die vielleicht weniger Kohle auf den Tisch legen können, dafür aber vielfältige Produkte und hochqualitative Dienstleistungen bieten – das ist mir ein Rätsel. Wie kann man das versprechen?

Die U-Frage

Ja, Berlin wieder immer größer und Weißensee wird vielleicht einmal eher zur Mitte als zum Rand Berlins zählen. Aber benötigt es wirklich eine U-Bahn unter der Berliner Allee? Viele Kandidaten sprachen in ihrer Antwort von dieser und es scheint fast ausgemacht zu sein, dass sie kommt. Herr Buchner spricht von einer Vision für die kommenden 20 Jahre. Frau West hat wiederum eröffnet, dass die Allee in jedem Fall zu 2019 Baustelle wird, um sie komplett neu zu gestalten. Ist das nicht verbranntes Geld, wenn man innerhalb von zwei Jahrzehnten eine Straße gleich zwei Mal komplett aufreißen will? Als Allee-Bewohnerin sehe ich beide Projekte mit Bauchschmerzen auf mich zukommen.

Die Perle

Aus der Masse sticht in Bezug auf die Antworten Herr Stettner hervor. Er scheint in einer Art Parallelwelt zu leben. Zum einen ist er der Meinung, dass durch ihn der Park um den Weißen See nun sauber ist (“ Der Park am Weißen See ist das Herzstück unseres Kiezes und er ist und bleibt endlich sauber.“) und das Blumenfest endlich zu einer ansehnlichen Form gefunden hat. Nicht. Am allerschönsten war jedoch ein Satz, den er in Bezug auf die Wohnproblematik im Kiez äußerte. Ja, Wohnungsbaugenossenschaften müssen sein, aber: „Des Weiteren sollen möglichst viele Mieter die Möglichkeit erhalten, Eigentum zu erwerben. Wer eine Wohnung gekauft hat ist sicher vor Mieterhöhungen – er zahlt keine Miete mehr. Dafür können wir mit den Förderbanken des Landes Berlin viel tun.“ Klarer Fall. Wer kauft, der muss keine Miete zahlen. Wer sich die schicken Neubauwohnungen leisten kann – günstiger Kredit hin und her – die man so für schlappe 500.000 Euro hinterhergeschmissen bekommt, verrät er nicht. Außerdem ist es wohl ein offenes Geheimnis, dass die Zinsen irgendwann wieder steigen werden. Mal schauen, wer sich das Träumchen dann noch leisten kann. Aber gut, andere Baustelle. Herr Stettner ist der Macher, aber ich habe das Gefühl, dass er nicht die Bedürfnisse der großen Mehrheit vertritt. Er ist für mich der Verlierer dieser Befragung. Einen klaren Gewinner sehe ich nicht. Ich denke, ich folge meiner Intuition.

So, nun alle am Sonntag an die Wahlurnen und nach bestem Gewissen entscheiden, wen man im Abgeordnetenhaus sehen möchte. Wer sich noch unsicher ist, der nutze den Wahl-O-mat für die Berlin-Wahlen 2016.

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Wahlen 2016: Frollein fragt Frau West

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Die Frau West. Foto: SPD Berlin/ Joachim Gern

Am 18. September finden die Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin und zu den Bezirksverordnetenversammlungen statt. Das Frollein fragte sich, wer eigentlich in Weißensee zur Wahl steht. Eine Recherche später waren alle Kandidaten gefunden und hier sollen sie nun in den kommenden Tagen vorgestellt werden. Alle beantworten dieselben fünf Fragen, alle Antworten werden original wiedergegeben. Die heutige Kandidatin: Clara West. “Wahlen 2016: Frollein fragt Frau West” » weiterlesen

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