Ab Morgen gibt es experimentelle Druckgrafik in Sepp Maiers 2raumwohnung zu sehen. Das Frollein durfte die Künstlerin bereits heute kennen lernen und ist von der Nettigkeit der Dame überzeugt. Hanna Hennenkemper stellt zum Thema „wieder holen“ aus – ein kluges Wortspiel, das begeistert.

Da die Zeit drängt, hier eine kurze, aber präzise Wiedergabe ihres Schaffens und Lebens:

Hanna Hennenkemper wurde in Flensburg geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte in Kiel bei Prof. E. Thieme und an der an der weißensee kunsthochschule berlin bei Prof. H. Schimansky Zeichnung und Druckgrafik.
Seit 2006 lehrt sie an der Kunsthochschule Berlin, in Halle/Saale und an der hslu in Luzern/Schweiz zeitgenössische Zeichnung und Druckgrafik. 2010 erhielt sie eine Gastprofessur für zeitgenössische Zeichnung und Druckgrafik an der an der weißensee kunsthochschule berlin.

Das Frollein hat nicht allzu viel Ahnung von Kunst, die nichts mit Büchern zu tun hat – war heute aber recht angetan von dem kurzen Einblick in die Ausstellung, die morgen eröffnet wird. Deshalb für alle Kulturbeflissenen hier die Argumente, die für einen Besuch der Vernissage sprechen:

Hanna Hennenkemper arbeitet vor allem im Bereich der Zeichnung und Druckgrafik. Ihre Arbeiten erscheinen oft sinnlich präsent und nahezu plakativ in ihrer klaren Formensprache. Auf inhaltlicher Ebene zeigen sich die dargestellten Dinge jedoch zutiefst untergründig und ambivalent, als widerstünden sie nachdrücklich jedem Begehren nach eindeutiger Lesbarkeit und Festlegung. Aus der Druckgrafik heraus entwickelt sie dabei aktuell eine Haltung, die Wiederholung im Zusammenhang mir der Formatierung von Wissen und Inhalten thematisiert. In neueren Arbeiten, in welchen sie mit musealen Objekten und deren zeichnerischer Darstellung arbeitet, steht daher der Umgang mit Praktiken der Geschichtsschreibung im Vordergrund, wobei sie das zeichnerische Handeln als ein immer neues Performen von Vorstellungen und auch Träumen begreift und praktiziert: Zeichnung ereignet sich hier als eine Darstellungs- und Dokumentationspraxis, die den Rekurs auf das Unterbewusste wahrt und offenlegt, welches sich unentwegt über unsere Rezeption von Geschichte und den Gegenständen ihrer Überlieferung breitet.

Ort und Zeit

Vernissage: Hanna Hennenkemper – wieder holen
Hörbilder: Anja Herrenbrück & Jean Szymczak
Freitag, 3.März 2017
ab 20 Uhr

Ausstellungsdauer: 4.März – 5.Mai 2017
Ausstellung geöffnet jeweils mittwochs 15-19 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung unter 030 34353256

Sepp Maiers 2raumwohnung
Langhansstr. 19
13086 Berlin