Wer von der Berliner Allee die Charlottenburger Straße hinaufspaziert, der sieht irgendwann die großen Buchstaben, die das Weißenseer Kinder- und Jugendkulturzentrum MAXIM ankündigen.

Platz für Ideen und Entfaltung mitten in Weißensee

Mitten in Weißensee liegt das Maxim. Mit einer Außenfläche von 4000 qm versteckt sich hinter dem Zaun ein wahres Kleinod. Neben einem Klimagarten mit Gartenteich, einer Skaterrampe sowie einer Basketballanlage und der obligatorischen Tischtennisplatte bietet die große Wiese Platz zum Chillen und Fußballspielen.
Seit 2005 beherbergt die Anlage den Kinder- und Jugendklub Maxim, seit 2013 trägt er offiziell den Namen ‚Maxim Kinder- und Jugendkulturzentrum‘. Dabei weist das 600 qm große Haus eine lange Geschichte auf, die bis zum Jahr 1927 zurückreicht. Heute treffen sich im Maxim Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 27 Jahren, um die regelmäßigen offenen Angebote wahrzunehmen oder eines der Kinderfeste, selbstorganisierten Livekonzerte oder Open-Air-Veranstaltungen zu besuchen. Das vielfältige Angebot wird von vier hauptamtlichen Mitarbeitern gestemmt, das Maxim hat aber auch viele Mitstreiter. „Wir arbeiten mit MAE-Kräften, Praktikanten, Teilnehmern am ökologischen und europäischen Freiwilligenjahr, Bundesfreiwilligen und vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern“, erzählt Robert Lange, Leiter des Maxims.
In den vergangenen Jahren habe sich auch ein gutes Netzwerk aus Initiativen, Projekten und Organisationen gesponnen, so dass es zahlreiche Events außerhalb der Reihe gibt.
So wirkt das Maxim auch am Sozial-Kultur-Markt auf dem Antonplatz mit und gestaltet gemeinsam mit anderen Einrichtungen im Sommer das RAKATAK, ein Trommelfest in der Schönholzer Heide. Außerdem ist es auch Teil der alljährlichen Veranstaltung ‚Rennsation’ am Weißen See, die auf die Belange des Kinder- und Jugendschutzes aufmerksam machen möchte. Geprobt, geübt und gespielt wird das restliche Jahr in den verschiedenen Räumlichkeiten des Maxims. Dazu gehören mehrere Probenräume für junge Bands, ein Kreativ- und Spielbereich, eine Küche zum Ausprobieren sowie ein Computerraum wie ein Saal, in dem bis zu 200 Menschen Platz haben. Die Arbeit mit Jugendlichen hat an diesem Standort Tradition.

So sah die Fassade bis vor kurzem aus, nun wird sie bis 2016 umgestaltet.

So sah die Fassade bis vor kurzem aus, nun wird sie bis 2016 umgestaltet.

Vom Provisorium zum Weißenseer Kinder- und Jugendkulturzentrum

Im Jahr 1927 wurde die Holzbaracke mit Massivboden und Satteldach als provisorische Unterkunft für eine Berufs- und Handelsschule errichtet, es fehlte schlicht das Geld für einen Massivbau. Noch heute beruht das Gebäude auf diesem Provisorium, das in den folgenden Jahrzehnten um einen Sanitärtrakt und einen Anschluss an das Heizhaus des Nachbargrundstückes erweitert wurde. Genutzt wurden die Räumlichkeiten immer im Kontext der Jugendarbeit bzw. Jugendbildung. Zwischen 1933 und 1945 waren in der Charlottenburger Straße 117 nationalsozialistische Jugendorganisationen untergebracht, in der DDR gab der Antifaschistische Jugendausschuss von Berlin-Weißensee die Räumlichkeiten teilweise für die Nutzung als Jugendklubheim frei.
Aus dieser Zeit hat das heutige Kulturzentrum seinen Namen, denn damals hieß es Jugendklub der FDJ ‚Maxim Gorki‘, benannt nach dem russischen Schriftsteller und politischen Aktivisten Maxim Gorki (Lesetipp: ‚Die Mutter‘.) Die DDR ging, das Maxim blieb unter der Trägerschaft der Abteilung Jugend des Bezirksamtes Weißensee von Berlin – das heutige Bezirksamt Pankow von Berlin, Abteilung Jugend und Facility Management – bestehen. 2017 wird das Maxim 90 Jahre alt, bis dahin erhält die Fassade wieder einmal ein neues Gesicht – von den Jugendlichen der Gegenwart.

MAXIM vor Ort

Maxim – Kinder- und Jugendkulturzentrum
Charlottenburger Str. 117
13086 Berlin

Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag
für Kinder von 13:00 – 19:00 Uhr
für Jugendliche von 13:00 – 21:00 Uhr
Sonntag von 12.00 bis 20.00 Uhr
Ferienöffnung: Montag bis Freitag 10:00 – 18:00 Uhr

Tel.: 030/92376457

MAXIM in Internet

www.im-maxim.de
info@im-maxim.de

In der Rubrik “Nebenan am See” wird jede Woche ein herausragendes Geschäft, Projekt oder eine Person aus Weißensee vorgestellt.