Noch bis zum 22. August kann man in der Brotfabrik die etwas angestaubten Klassiker aus dem Deutsch-Unterricht in einer  frischen und musikalisch unterlegten Version neu für sich entdecken – es gibt classic in the box.

brotfabrik weißensee

Der Klassiker wird mit modernen Mitteln inszeniert (Foto: Axel Nickolaus).

2005 startete Bridge Markland mit „classic in the box“ eine Liebeserklärung an klassische Theaterstoffe und an die Pop-Musik. Namensgeber der Reihe ist die große Box, aus der sie ihre Ein-Frau+Puppen-Vollplayback-Shows zaubert. Mit einmaligem Verwandlungstalent spielt sie rasantalle Rollen, mal als Mensch, mal als Handpuppe. Sie kürzt die Texte und verstärkt oder kontrastiert sie mit der jeweils passenden Popmusik. Ihre ungewöhnlichen Bearbeitungen klassischer Bühnenstücke begeistern sowohl Klassik-Liebhaber als auch Klassik-Muffel, Pop-Musikfans sowieso. Die Berliner Performerin Bridge Markland ist eine Virtuosin des Rollenspiels und der Verwandlung. Mit genialer Leichtigkeit überschreitet sie die Grenzen zwischen Sub- und Hochkultur, Tanz, Theater, Cabaret, Gender-Performance, Kinder- und Puppentheater. Seit 29 Jahren steht Bridge Markland auf der Bühne und tourte ihre vielfältigen Produktionen in Berlin, Deutschland, Europa, Kanada, USA und Australien. Seit 2002 spielt sie im Ensemble des deutsch-australischen Kinder- und Jugendtheaters Platypus Theater.

Räuber in the Box

Brotfabrik Weißensee Berlin

Bridge Markland spielt classic in the box in der Brotfabrik Weißensee (Foto: Dirk Holtkamp) .

Bridge Markland kann mit ihren künstlerischen Mitteln die Rasanz und Auflehnung, die in Schillers’s Räuber eine große Rolle spielen, wunderbar zum Ausdruck bringen. Das Paradebeispiel des Sturm und Drang wird hier von 155 Song-Einspielungen, Film-Musiken und -Zitaten untermalt. Die Besucher dürfen sich auf ein buntes Potpourri aus Lady Gagas „Pokerface“, dem Morricone-Hit „Spiel mir das Lied vom Tod“ bis zur Titelmusik der Daily Soap „Verbotene Liebe“ freuen. Damit würde Schiller in der Gegenwart angekommen sein.

Leonce und Lena in the Box

Mit Pop und Puppen katapultiert Bridge Markland Büchners einzige Komödie als Ein-Frau-Playback-Theater ins 21. Jahrhundert. Kraftwerk, David Bowie, Die Ärzte und andere Popgrößen, befeuern die Satire. Prinz Leonce soll König werden. Davor steht die arrangierte Heirat mit Prinzessin Lena, wovor es beiden graut. Sie fliehen, treffen und verlieben sich. Zurückgekehrt persiflieren sie die Hochzeits-Inszenierung. Ob Leonce seine Idee mit „Taschen voll Puppen und Spielzeug“ zu regieren und ein Theater zu bauen, umsetzen wird, lässt Büchner offen.

 

Ort und Zeit

13. bis 15. August, jeweils 20 Uhr: Räuber in the Box
20. bis 22. August, jeweils 20 Uhr: Leonce + Lena in the Box

Dauer ca. 70 Minuten plus Pause

Brotfabrik Berlin
Caligariplatz 1
13086 Berlin

Eintritt: 12,- Euro / erm. 8,- Euro

Mehr Infos zum Programm gibt es unter www.brotfabrik-berlin.de/programm
Mehr Infos zu Bridge Markland finden sich hier.