Vom 11. bis 21. Februar herrscht in Berlin wieder der absolute Ausnahmezustand: Die in Hollywood haben die Oscars, wir haben die Berlinale 2016. Auch Weißensee wird vom Fieber ergriffen, denn im Kino Toni werden drei Filme in der Sektion „Berlinale Goes Kiez“ gezeigt. Hier werden die Filme kurz vorgestellt. Grundsätzlich sind alle Vorstellungen ausverkauft, an der Abendkasse gibt es aber eventuell Restkarten.

Berlinale 2016 goes Kiez Weißensee

„Hedi“ ist ein Wettbewerbsfilm der Berlinale 2016 (Frederic Noirhomme © NOMADIS IMAGES-LES FILMS DU FLEUVE–TANIT FILMS)

Hedi

Hedi ist ein junger Mann, der in seinem bisherigen Leben den Weg ging, der für ihn vorherbestimmt war. Während seine Heimat Tunesien sich wandelt, herrscht bei Hedi keine Aufbruchstimmung. Seine Mutter bereitet gerade seine Hochzeit vor, sein Chef schickt ihn mit einem Akquiseauftrag nach Mahdia, einer tunesischen Stadt am Mittelmeer. Unterwegs wird Hedi immer lockerer, wirft sein professionelles Verhalten als Geschäftsmann über Bord und trifft bald auf Rim. Sie ist eine Globetrotterin, die im Moment als Animateurin in einem nahen Ferienort arbeitet. Mit dieser Begegnung und der wachsenden Liebesbeziehung erwacht Hedis Lust auf das Leben, das Gefühle und Wege eröffnet, die er bisher nicht kannte. Zurück zu Hause – die Hochzeitsvorbereitungen sind in vollem Gange – muss er nun das erste Mal in seinem Leben eine eigene Entscheidung fällen, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.

Tunesien / Belgien / Frankreich 2016, 88 Min
von Mohamed Ben Attia

Berlinale goes Kiez 2016 Weißensee

Once Were Warriors-Star Temuera Morrison spielt den Patriarchen in Mahana, einem Berlinale Wettbewerbsfilm außerhalb Konkurrrenz.

Mahana (The Patriarch)

Die Mahanas und die Poatas sind zwei Schafschur-Familien, die in den 1960er-Jahren an der Ostküste Neuseelands leben. Sie sind Erzfeinde und auch in Hinsicht auf ihr Geschäft scharfe Rivalen. Simeon Mahana ist der jüngste Sohn seiner Familie. Mit 14 Jahren beginnt er die Fehde zwischen seiner Familie und den Poatas zu hinterfragen: Was ist passiert, dass sich beide Familien so sehr hassen? Dabei begehrt er auch gegen seinen traditionalistischen Großvater Tamihana auf. Mit seinen Fragen und der rebellischen Art riskiert er nicht nur, bei seinem Großvater in Ungnade zu fallen – er riskiert auch seine sicheren Zukunftsaussichten in den fest verankerten Familienbanden. Für den Produzenten Robin Scholes ist „Mahana“ vor allem ein Film, der die Liebe in all seinen Facetten zeigt: “To me, the film is about love at all different levels: strict love, paternal love, enduring love, soul mates love, young love and the power that love has to overturn circumstances for the better.”

Neuseeland 2016, 103 Minuten
von Lee Tamahori 

Berlinale 2016 Goes Kiez 2016

„Rara“ ist ein Film der Sektion Generation Kplus der Berlinale 2016.

Rara

Sara ist ein junge Mädchen, das sich auf dem besten Weg befindet, erwachsen zu werden. Die Jungs nerven und sind trotzdem sehr spannend. Ihr Körper verändert sich und sie beginnt ihre eigene Stimme zu hören. Dabei führt Sara eine Leben wie jeder andere Teenager, nur das sie seit der Trennung ihrer Eltern mit ihrer Schwester bei ihrer Mutter lebt, die seit kurzem mit einer Frau zusammen ist. Für Sara ist das kein Problem – für ihren Vater schon eher. Regisseurin Pepa San Martín erzählt eine typische Geschichte vom Erwachsenwerden, wie sie überall auf der Welt zu finden ist. Und trotzdem bieten die Umstände noch immer konfliktreichen Stoff.

Chile / Argentinien 2016, 88 Min (Empfehlung ab 12 Jahre)
von Pepa San Martín

 

Berlinale goes Kiez im Kino Toni

Sonntag, 14. Februar 2016
Spielzeiten jeweils 15.30 Uhr, 18.30 Uhr und 21.30 Uhr

Restkarten evtl. an der Abendkasse