Am 18. September finden die Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin und zu den Bezirksverordnetenversammlungen statt. Das Frollein fragte sich, wer eigentlich in Weißensee zur Wahl steht. Eine Recherche später waren alle Kandidaten gefunden und hier sollen sie nun in den kommenden Tagen vorgestellt werden. Alle beantworten dieselben fünf Fragen, alle Antworten werden original wiedergegeben. Die heutige Kandidatin: Manja Schreiner.

Dr. Manja Schreiner ist ganz frisch im Politikgeschäft. Zumindest ist sie erst 2013 in die CDU eingetreten und will nun den Kiez mit ihrer Arbeit aktiv mitgestalten. Sie ist 38 Jahre alt, verheiratet, hat zwei Kinder im Alter von 6 und 8 Jahren und ist die Leiterin der Rechtsabteilung in einem Spitzenverband der deutschen Wirtschaft. Man könnte sagen, dass sie die perfekte Repräsentantin für das neue Weißensee ist. Am kommenden Sonntag kann man Manja Schreiner wählen.

1. Was ist Ihr Lieblingsort in Weißensee?

Sehr gern sitze ich am Mirbachplatz. Er ist der Inbegriff von Stadt: urban und lebhaft, mit seinem Blick auf die Kirchenruine trotzdem Hort der Ruhe, die Blätter der Bäume leuchten wunderschön, wenn die Sonne untergeht ….

2. Was verbinden Sie mit Weißensee?

Weißensee ist mein zu Hause. Ich wohne erst seit fünf Jahren hier, bin aber schon nach kurzer Zeit angekommen. Hier wachsen meine Kinder auf, hier ist mein Lebensmittelpunkt. Dass ich mich für den Stadtteil und ganz Pankow engagieren möchte, zeigt, wie sehr er mir am Herzen liegt.

3. Weißensee wird immer mehr ein beliebter Wohnort. Die Mieten steigen und es werden schnell Eigentumswohnungen hochgezogen. Alteingesessene fühlen sich überrumpelt und können sich die Mieten nicht mehr leisten. Wie möchten Sie diese Situation in Zukunft entspannen?

Dass zahlreiche Eigentumswohnungen in Weißensee gebaut werden, steigert die Attraktivität des Stadtteils ungemein: Neue Leute bringen neue Ideen und andere Perspektiven mit. Nicht zuletzt sorgen sie auch für zusätzliche Kaufkraft. Meine Familie und ich haben von dieser Entwicklung profitiert. Wir haben uns bewusst entschieden, hierher und nicht in einen anderen Stadtteil zu ziehen. Wenn sich möglichst viele Bürger Eigentum anschaffen, dann tun sie nicht nur Gutes für ihre eigene Altersvorsorge, sondern sie tragen dazu bei, den Mietmarkt zu entspannen. Deshalb stehe ich hinter der Forderung der CDU, private Häuslebauer und Erwerber von Eigentumswohnungen zu unterstützen.

4. Flaniermeile oder Zubringerstraße: Was soll Ihrer Meinung nach in den kommenden Jahren mit der Berliner Allee passieren?

Ich habe viele Gespräche mit den Gewerbetreibenden auf der Berliner Allee geführt, um mir genau zu dieser Frage ein Urteil zu bilden. Der Bedarf an mehr Laufkundschaft wurde gesehen, die Berliner Allee für den Verkehr zu schließen aber mehrheitlich abgelehnt. Das kann ich verstehen: Gerade Kunden, die eingeschränkt in ihrer Beweglichkeit sind oder von weiter weg kommen, benötigen die Verkehrstrasse, ganz zu schweigen vom Berufsverkehr. Die Berliner Allee ist und bleibt eine Ausfallstraße, das Verkehrsaufkommen kann man nicht einfach ignorieren. Aber es gibt ganz sicher andere Möglichkeiten, die Attraktivität der Allee zu steigern: Intelligente Bepflanzung und Vielfalt und Wertigkeit der Geschäfte. Vielleicht wäre es auch eine Option, sie zumindest einen Samstag im Monat in eine Fußgängerzone umzuwandeln. Welche Gedankenspiele auch immer man hat: Wichtig ist in jedem Fall eine intensive öffentliche Debatte mit den Anwohnern und Gewerbetreibenden zu führen.

5. Warum sollen die Bürger Sie wählen?

Ich stehe mit beiden Beinen im Leben, liebe meine Familie, habe Spaß an meinem Job und großes Interesse am Fortkommen unseres Bezirks. Ich freue mich darauf, mich der Themen unseres Stadtteils und Pankows anzunehmen. Ich bin interessiert an einer guten, insbesondere sozialen Infrastruktur, freue mich über die Vielfalt der Gewerbe in Pankow und will mich für bestmögliche Rahmenbedingungen für uns Einwohner einsetzen.