Am 18. September finden die Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin und zu den Bezirksverordnetenversammlungen statt. Das Frollein fragte sich, wer eigentlich in Weißensee zur Wahl steht. Eine Recherche später waren alle Kandidaten gefunden und hier sollen sie nun in den kommenden Tagen vorgestellt werden. Alle beantworten dieselben fünf Fragen, alle Antworten werden original wiedergegeben. Die heutige Kandidatin: Sophie Regel.

 Frau Regel ist Risikomanagerin bei Vattenfall und nur ein paar Jahre älter als das Frollein – frisches Blut in der Politik. Für Weißenseer Wähler scheint es mir wichtig zu sein, dass die FDP-Kandidatin die Bebauung der Elisabeth-Aue unterstützt. Das schafft natürlich neuen und benötigten Wohnraum, nimmt aber auch der Flora und Fauna an Lebenswohnraum. Frau Regel folgt dem Trend, sie und die FDP sehen die U-Bahn unter der Berliner Allee. Vielleicht spricht aus der Kandidatin ein Trauma, denn ihren Antworten ist zu entnehmen, dass sie mit Weißensee auch viele Stau-Erlebnisse verbindet.
1. Was ist Ihr Lieblingsort in Weißensee?
Es gibt viele schöne Orte in Weißensee, aber wenn ich mir einen ganz besonderen herauspicken soll dann ist das die Freilichtbühne am Weißensee. Eigentlich hatte ich völlig vergessen, dass es diese Bühne dort noch gibt, aber neulich war ich mal wieder zu einer Veranstaltung von “Tiere streicheln Menschen” dort und es war ein ganz fantastischer Abend. Solche Orte müssen wir unbedingt in Weißensee erhalten.
2. Was verbinden Sie mit Weißensee?
Mit Weißensee verbinde ich ganz persönlich unter anderem Kinoabende im Toni, aber auch im Rio an der Spitze als es das noch gab. Hin und wieder besuche ich Fussballspiele von Freunden auf einer der beiden großen Sportanlagen. Leider muss ich auch an die zahlreichen Stunden denken, die ich im Stau zugebracht habe, beispielsweise auf dem Weg zu einem Badesee außerhalb der Stadtgrenze.
3. Weißensee wird immer mehr ein beliebter Wohnort. Die Mieten steigen und es werden schnell Eigentumswohnungen hochgezogen. Alteingesessene fühlen sich überrumpelt und können sich die Mieten nicht mehr leisten. Wie möchten Sie diese Situation in Zukunft entspannen?
Einerseits ist es schön, dass Weißensee immer beliebter wird, andererseits hat diese Beliebtheit auf Grund des Wohnraummangels leider auch seinen Preis, den Mieter immer öfter nicht mehr zu zahlen im Stande sind. Es gibt viele verschieden Maßnahmen, die zur Entspannung des Wohnungsmarktes beitragen können. Ganz besonders wichtig ist aus meiner Sicht der Neubau von Wohnungen, denn der Zuzug wird in den kommenden Jahren zunehmen und das Wohnungsangebot muss mit dieser Entwicklung Schritt halten. Zudem ist auch der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs zwingend, um Randlagen attraktiver zu machen damit Anwohner schnell vom Wohn- zum Arbeitsort pendeln können und nicht stundenlang im Stau stehen müssen.
4. Flaniermeile oder Zubringerstraße: Was soll Ihrer Meinung nach in den kommenden Jahren mit der Berliner Allee passieren?
Die Berliner Allee ist eine der wichtigsten Hauptverkehrsstraßen in Weißensee, aber euch völlig überlastet. Zur Entlastung der Verkehrssituation in Weißensee planen wir den Bau der U10 zu realisieren. Der Berliner Allee wird jedoch weiterhin eine wichtige Rolle für den Autoverkehr zukommen. Um die Verkehrssicherheit zu verbessern, sollte der Wechsel zwischen Park- und Fahrstreifen sicherer gestaltet werden. Der Einzelhandel belebt die Berliner Allee und sollte selbstverständlich auch bei Planung und Gestaltung berücksichtigt werden. Eine Flaniermeile bspw. mit stark verbreiterten Gehwegen ist auf Grund des eingeschränkt verfügbaren Platzes aus meiner Sicht kein realistisches Szenario.
5. Warum sollen die BürgerInnen Sie wählen?
Wer eine engagierte Stimme der Vernunft in der Politik vermisst und gemeinsam mit mir die Entwicklung unseres Bezirkes, und ganz besonders von Weißensee, gestalten möchte, diejenige oder derjenige sollte am 18. September für mich und für die FDP stimmen.