Am 18. September finden die Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin und zu den Bezirksverordnetenversammlungen statt. Das Frollein fragte sich, wer eigentlich in Weißensee zur Wahl steht. Eine Recherche später waren alle Kandidaten gefunden und hier sollen sie nun in den kommenden Tagen vorgestellt werden. Alle beantworten dieselben fünf Fragen, alle Antworten werden original wiedergegeben. Der heutige Kandidat: Michael Mittelbach.

Und wieder ein Zugezogener im bunten Reigen. 1994 verschlug es Herrn Mittelbach nach Berlin, 2000 zog es ihn in den Prenzl’berg, „dem Montmartre von Berlin“, wie der Wirtschaftsjurist so schön schreibt. Dort engagiert er sich auch reichlich, beispielsweise im Verein „Freunde des Mauerparks e.V.“  und dem Kunst und Bildungsverein „Poliversity e.V.“ Im Jahr 2010 ist er der Piratenpartei beigetreten. Für diese Partei tritt er nun auch am 18. September im Wahlkreis 7 (Prenzlauer Promenade, Am Steinberg, Pistoriusstraße, Berliner Allee, Greifswalder Straße) an.

1. Was ist Ihr Lieblingsort in Weißensee?

Der Weißensee und das Strandbad.

2. Was verbinden Sie mit Weißensee?

Mit Weißensee verbindet mich meine politische Arbeit in der vergangen Legislaturperiode. Hier insbesondere durch meine Tätigkeit im Kinder- und Jugendhilfeausschuss. Zum Beispiel gibt es in Weißensee eine Reihe Kinder- und Jugendklubs, die regelmäßig Anträge auf Fördermittel stellen, über die wir zu entscheiden haben.

3. Weißensee wird immer mehr ein beliebter Wohnort. Die Mieten steigen und es werden schnell Eigentumswohnungen hochgezogen. Alteingesessene fühlen sich überrumpelt und können sich die Mieten nicht mehr leisten. Wie möchten Sie diese Situation in Zukunft entspannen?

Leider wurde in den vergangenen Jahren, der soziale Wohnungsbau vernachlässigt, da der Trend rückläufig war. Dies hat sich nun grundlegend geändert. Jetzt werden überall in Berlin bezahlbare Wohnungen gebraucht. Pankow ist einer der beliebtesten Bezirke, gerade durch Prenzlauer Berg und Weißensee. Deswegen ist es wichtig jetzt Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten zu schaffen und dies so schnell sowie behutsam wie möglich. Mietspekulanten dürfen die Mieten nicht in die Höhe treiben. Hier muss ein Riegel vor geschoben werden.

4. Flaniermeile oder Zubringerstraße: Was soll Ihrer Meinung nach in den kommenden Jahren mit der Berliner Allee passieren?

Flaniermeile oder Zubringerstraße dies ist wahrlich keine leichte Frage. Ich gebe zu Bedenken, dass die Berliner Allee eine wichtige Nord-Süd-Verbindung ist, da sie die einzige in Weißensee ist. Da die Allee in den letzten Jahren immer schöner geworden ist, könnte ich mir auch einen Kompromiss zwischen Flanier- und Zubringerstraße vorstellen, in dem der Verkehr zum Beispiel auf das Nötigste beschränkt wird.

5. Warum sollen die BürgerInnen Sie wählen?

Bürger sollten unbedingt wählen gehen, es geht um ihre Zukunft schließlich. Wer nicht wählen geht gibt seine Entscheidungskompetenz ab und es entscheiden dann Minderheiten für die Mehrheit. Bestes Beispiel ist der Brexit. Eine Minderheit entschied hier gegen die Mehrheit für den EU-Ausstieg. Will man dies und will man extremen Parteien das Feld überlassen? Ich denke nein.